Tschüss 2019

Hi du!

Es tut mir leid (wirklich!), dass ich mich gerade nicht melde bzw. zurückziehe. Ich wollte bei dir schon lange Hallo sagen, aber irgendwie hatte ich in den letzen Wochen so viel um die Ohren: Das Ankommen in Wien und Einziehen bei meiner Schwester, warme Klamotten in meiner Wohnung holen, irgendwelche bürokratischen Dinge erledigen, mich mit meiner Mieterin herumärgern, die Jungs im Kent treffen, für die Prüfung lernen, meine Mom besuchen … es ist mir gerade zu viel.

2019 neigt sich dem Ende zu und so versuche ich neben all dem, was ich ohnehin schon mache, einen Schlussstrich unter diesem Jahr zu ziehen, doch es mag mir nicht ganz gelingen. Irgendwie nagen nach wie vor noch die Ereignisse von 2018 an mir, obwohl mein Burnout nun 16 und die Trennung von meiner Freundin 14 Monate her sind. Alles, was damals passiert ist und was ich gemacht habe, geht mir ständig durch den Kopf und lässt mich nicht los.

Das Jahr war und ist emotional kein einfaches Jahr gewesen, und irgendwie scheint mir alles, was ich in diesem Jahr gemacht habe, ein riesiger Scherbenhaufen zu sein. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich aus dem Ganzen wieder herauskommen, wo ich nun aufzuräumen anfangen, was ich denn tun soll. Also hänge ich über den Büchern und lerne und lerne und lerne.

Gerade ist mir nicht viel nach reden, es ist so viel und egal wo ich denn anfange, es endet immer damit, dass ich 2018 in meiner Krise alles kurz und klein geschlagen habe, und dadurch eine wichtige Person und sogar noch mehr verlor. Irgendwie frage ich mich mit 41, was ich jetzt außer Scherben noch habe. Ich habe eine liebende Familie und die tollsten Freunde auf der Welt, aber auch sie können mir alle nicht helfen, diesen Scherbenhaufen aufzuräumen. Das muss ich selbst tun. Weiß du, das ist gar nicht so einfach und oft denke ich mir, dass ich das nicht schaffen werde. Manchmal wünsche ich mir, das alles und ich wären einfach vorbei.

Von Anfang 2017 bis Mitte 2018 bin ich nicht nur einen, ich bin ein paar Dutzend ganzer Marathons gelaufen, ohne dass ich mir dessen bis zu meinem Burnout und meiner Krise bewusst war. 2017 fing die viele Arbeit im Garten an. Zunächst habe ich dort alleine die Komposter gebaut und unzählige Arbeiten erledigt. Dann habe ich eigenhändig die Fließen in der Wohnung in der alten Küche runter gestemmt und die Küche nach den Elektroarbeiten selbst verputzt. Danach gab es wieder irrsinnig viel Arbeit im Garten und ich will gar nicht wissen, wie oft ich am Müllplatz war, um unfassbar schwere Schuttsäcke wegzubringen. Oft alleine! Dazwischen natürlich ständig mein Job. Ich war auf einem Bike- und Wanderurlaub mit meiner Freundin in Kärnten, komasaufen in Berlin mit den Jungs, beruflich in Niederösterreich unterwegs und zum Schluss wieder in Kärnten mit meiner Partnerin.

2018 war nicht viel besser. Ich habe im Frühjahr alleine mit einem Gärtner 10 Stunden die Obstbäume im Garten umgeschnitten. Nachher waren meine Freundin und ich auf Mallorca Rennrad fahren, was im Nachhinein betrachtet wenig an Erholung bedeutete. Daneben hatte ich ständig unfassbar viel um die Ohren in meinem Job, der mir zur damaligen Zeit keinen Spaß machte, ich war ständig im Garten, war immer wieder mit meiner Partnerin in Kärnten, war mit ihr und ihren Freunden in Prag, ich war regelmäßig zwei bis drei mal in der Woche im Wing Chun Training, am Donnerstag mit den Jungs Biken, ich habe im Sommer den A-Führerschein gemacht und war eine Woche meines zweiwöchigen Sommerurlaubs in Baumärkten, beim IKEA und am Grundstück bei 40 Grad arbeiten. Ich dachte mir: Das geht sich schon alles aus, ich habe die Energie und ich will, dass „unser“ Garten und das Häuschen schön und gemütlich sind. Ja, es war irgendwann schön und gemütlich. Und ich? Ich war nachher im Arsch während meine Freundin ständig auf irgendwelchen Dienstreisen war. Und es ist niemand gekommen, weder im Job, noch privat, noch irgendwo und hat irgendwann gesagt: „Hey, das hast du super über die Bühne gebracht. Ich bin stolz auf dich!“ Nein, einen Scheißdreck hat irgendwer mal irgendwo gesagt. Im Job habe ich zu funktionieren wie ein Uhrwerk und in der Beziehung bin ich halt der starke Mann der alles zu schupfen hat. Und wenn nicht, dann bin ich halt auswechselbar. Im Job, in der Beziehung, überall.

Und weißt du … was von dem vielen Tun, dass ich 2017 und 2018 gemacht habe, gesehen wurde? Nur, dass ich meinen Pimmel wo anders reingesteckt habe. Ich habe mir damals in der Früh „Mutan“ und am Abend „Trittico“ reingeworfen, und was die mit einem machen steht im Beipackzettel, das kann man auch nachgooglen. Aber egal, ich habe meinen Lümmel wo anders reingesteckt und das ist alles, was von den mehr als zwei Jahren Beziehung mit meiner nunmehr Ex übrig geblieben ist. Fertig. Mehr ist es nicht. Keine Sau (bis auf ein paar Ausnahmen) – meine Freundin schon gar nicht – hat es interessiert, warum es so weit gekommen ist. Dass meine Partnerin genau dann, als es mir am schlimmsten gegangen ist, nach Kärnten weggefahren ist, ist für alle irrelevant. Mir hat das damals das psychische Genick gebrochen. Dass ich mir nicht mehr gewünscht habe, als dass mich meine Freundin auch mal in den Arm nimmt, ist egal. Ich wusste damals nicht wo vorne und wo hinten ist, und habe mir eingebildet, polyamor zu sein und meine Freundin und die Affäre gleichzeitig zu lieben. Dabei wollte ich einfach nur von jemandem mal gesehen und wahrgenommen und geliebt werden. Mein Seitensprung war zur falschen Zeit am richtigen Ort, nämlich für mich da, wo es mir schlecht ging. Sie hat die Hand angeboten und ich habe sie genommen. Fertig. Der Sex war übrigens für den Arsch, weil ich auf meinen Tabletten mit Orgasmus- und Ejakulationsstörungen zu kämpfen hatte. Die Affäre hat mir nachher gesagt, sie sei mehr oder weniger frigide, sie hätte Dank dem unfassbaren Leistungsdruck, den sie sich beruflich selbst auferlegt, nur alle paar Jahre(!) Lust auf Sex, was schon in ihren anderen Beziehungen ein Problem war (no na). Und dann war von ihr nie wieder etwas gehört. Die Leute haben keine Ahnung, wie sehr das mein Selbstwertgefühl zerstört hat, weil die eigene Partnerin für mich nicht da war und das G’spusi mir gesagt hat, sie habe nur alle zwei Jahre Sex. Meine Therapeutin hat gemeint, ich hätte es gleich zwei mal mit einer Abweisung zu tun gehabt, was hinzunehmen unfassbar schwer sein muss. Haha … so viel Glück muss man auch haben. Egal … wen interessiert das schon?!

Ich kann relativ gut mit Worten, aber hier habe ich versagt. Ich konnte mich nicht mitteilen, ich konnte bis heute meiner Ex nicht sagen, was los war und wie gern ich sie gehabt habe. Ist ja auch scheiß egal, wenn man total erledigt ist und verlassen wird und dann den Menschen, den man am liebsten bei sich hätte, betrügt.

Heute weiß ich, dass ich damals zu lange völlig am Limit war. Und ich behaupte, meine damalige Freundin auch. Sie hatte ja ebenfalls viel im Job und mit unserem Garten um die Ohren. Wir haben uns in dem vielen Tun verloren, ich habe es völlig vermasselt und wir fanden in dem Chaos nicht mehr zueinander zurück. Es fehlte uns die Kraft, Abstand von allem zu nehmen um zu sehen, was wirklich los war. Als ich damals, Ende 2018, nach Asien weg fuhr, ließ ich alle meine Sorgen hier zurück. Nach meiner Rückkehr offenbarte sich mir aber das ganze Unheil. Doch es war nichts mehr zu machen. Der Schaden konnte nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Seit dem kämpfe ich mit Schuldgefühlen und Trauer. Weil ich mich mit mir selbst nicht wohl fühle, weil ich, ja, schon 14 Monate lang, meiner Freundin nachtrauere, weil ich einfach nicht weiß, was ich denn will und warum.

Sorry, dass ich schon so lange kein einfacher und kein lustiger Mensch mehr bin. Ich habe das Gefühl, dass ich 2018 mein Leben „verloren“ habe. Seit meinem Burnout bin ich einfach nur unfassbar müde, komme aber zu keiner Erholung. Ich treffe Entscheidungen aus dem Bauch heraus und bereue diese später. Ich mache Dinge, von denen ich nicht weiß, ob ich sie machen will. Ich drehe mich in einem Kreis und komme einfach nicht wieder auf die richtige Bahn.

Ich habe 2018 durch den Burnout, die Trennung, das Gefühlschaos, die Unzufriedenheit etc. einen ordentlichen Knacks davon getragen und versuche nun irgendwie mein Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken beziehungsweise generell irgendwie halbwegs zu funktionieren. Das ist nicht einfach. Ich fühle mich oft in meiner Haut nicht wohl und weiß nicht, wohin ich mich weiter entwickeln soll. Zwei Jahrzehnte war vieles für mich klar und selbstverständlich, nun fing alles an zu bröckeln.

Ich bin ein 41-jähriger Typ, der einsam in einer 28,75 m2 Gemeindewohnung wohnt, der in seiner jetzigen Bildungskarenz von 950 Euro lebt und der sich 600 Seiten für eine Prüfung in sein Hirn quetscht, obwohl nicht klar ist, ob ich das Studium überhaupt weiter machen will, denn es zermürbt mich, täglich alleine unzählige Stunden vor den Büchern zu sitzen ohne mir davon etwas zu merken.

Hm … um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung, was ich gerade mache und warum. Aber ja, ich mache jetzt mal weiter, weil wenn ich die Prüfung nicht schaffe, dann … ja … dann habe ich ein ernstes Problem. Und zwar noch eines neben den vielen anderen. Aber wen interessiert auch das schon?!

Ich hoffe, dass sich dir jetzt nicht der Kopf dreht und du dir zu viele Gedanken machst. Irgendwann wird das alles wieder gut. In den letzen Monaten habe ich so viele Menschen kennen gelernt, die einen Burnout, eine Depression, Angstschübe, Unsicherheiten, Verzweiflung, was auch immer hatten, da ist das, wo ich gerade durchgehe, ein Scheiß dagegen. Dass ich mindestens einmal in der Woche weine, weil ich an meine mir verloren gegangene Freundin, den Garten, Freunde, Familie und ansonsten mein vergangenes und relativ schönes Leben denke, ist nichts gegen andere. Aber ja, am Ende des Tages tröstet es mich auch nicht, dass es anderen noch schlechter geht als mir. Ich darf mich nicht vergleichen, ich muss meine Probleme als eigenständig ansehen. Andere würden vielleicht mit den Schultern zucken, aber mir machen meine Probleme das Leben schwer.

Manche haben Glück und können (es sich leisten) sich in so einer Lebenslage professionelle Hilfe (zu) holen. Andere „lösen“ die Krise durch übermäßigen Alkohol- und Drogenkonsum. Wieder andere, so wie ich, hören mit dem Saufen und den Drogen auf (na schau, ist doch etwas Positives. Seit knapp 3 Monaten bin ich nun „clean“ – kein Alk, nicht mal Kaffee. Ich bin körperlich der fitteste Typ in ganz Wien … hahaha) und ziehen sich zurück, und machen halt irgendetwas, weil sie gerade nicht wissen, wie sie wieder hochkommen sollen.

Mir ist klar, dass das nichts ist, was in einer oder zwei Wochen erledigt ist. Das wird Monate, wenn nicht Jahre dauern. Du kennst mich ja, ich bin ein relativ kopflastiger Mensch. Ich muss für mich Wege finden, wie ich wieder zufriedener und glücklicher sein kann. Das bedeutet auch, dass ich jetzt vergangene Lebensentwürfe hinterfrage und Dinge ändere. Manches kann man leicht ändern, manches braucht halt Geld, so wie zum Beispiel der Umbau meiner jetzigen Wohnung oder ein Umzug in eine andere und größere Wohnung. Vielleicht ist es langsam an der Zeit, meine 160 Euro Gemeindewohnung zu verlassenen. Keine Ahnung, ich weiß es (noch) nicht. Aber ja … das ist halt gar nicht einfach. Du kennst ja die Mietpreise in Wien.

Und dann kommen noch 1.000 andere Baustellen hinzu. Job: Was will ich tun? Beziehung: Wie soll sie sein? Und … und … und …

Wenn ich so über das letze Jahr nachdenke, dann weiß ich, dass auf mich große Veränderungen zukommen:

  1. Ich muss endlich häuslich werden, mir ein zu Hause schaffen, ein Heim, einen Ort, wo ich nicht nur zum Schlafen bin, sondern wo ich mich auch richtig wohl fühle, wo ich auch gerne bleiben mag. Entweder gestalte ich meine kleine Wohnung um, setze sie in den ursprünglichen Zustand mit Hochbett und Sofa zurück, und schaffe mir hier eine kleine gemütliche Höhle, oder ich suche mir eine neue Wohnung. Eine Wohnung, die ich mir langsam gemütlich einrichten kann. Die bisschen Platz hat für ein paar Blumen und für all meine Erinnerungen der letzen 40 Jahre, die sich nun in irgendwelchen Schachteln befinden, die ich schon lange nicht mehr in der Hand hatte. Platz für ein gemütliches Sofa mit einer Kuscheldecke und einem Bücherregal daneben. Da mal ein schönes Ding vom Flohmarkt und hier eine Kleinigkeit an der Wand. Etwas, was mir ein Ort der Sicherheit und Geborgenheit ist.
  2. Ich muss nach 20 Jahren mit dem Reisen aufhören, zumindest in der Form, in der ich immer unterwegs war. Stattdessen will ich mehr Zeit mit meinen Lieben und meiner nächsten Freundin verbringen, anstatt sie monatelang alleine zu Hause zu lassen, weil sie wahrscheinlich nicht so einfach mitkommen werden wird. Das wird schwierig für mich, aber es reicht mir, Erinnerungen alleine zu sammeln. Urlaub in Kroatien ist auch fein. Einfach in einem kleinen Ort abhängen und auf das Meer schauen. Die Abenteuerreisen möchte ich jetzt vorerst für eine Zeitlang auf den Nagel hängen, von denen hatte ich schon genug.
  3. Ich muss einige Dinge aufgeben, mit denen ich aufgewachsen bin und die ich gerne mache, weil sie zu zeitaufwändig sind und es fast unmöglich machen, dass jemand an meinem Leben teilnimmt. Hier ist eine Liste der Dinge, die ich gerne habe (ich versuche, über diese Dinge auf dem Laufenden zu bleiben oder sie mehr oder weniger häufig zu tun):
    • Sprachwissenschaft, Sprachen und Kulturen;
    • Neue Technologien;
    • Sport: Mountainbike und Rennrad fahren, Wing Chun (seit 6 Jahren trainiere ich, aber a) 3 bis 5 mal wöchentlich zu trainieren ist einfach zu viel und b) sehe ich momentan keine Fortschritte, weil ich zu unflexibel bin. Ich habe beschlossen, es vorerst an den Nagel zu hängen), Snowboarden (wenn ich nicht im Winter unterwegs oder pleite bin), Fitnessstudio (nicht mehr, ist zu zeitaufwändig, alleine ist das außerdem auch kein Spaß), Yoga (weil ich zu steif bin, aber auch zu zeitaufwändig, und auch alleine);
    • Reisen;
    • Musik: Drum&Bass (ich war einfach auf zu vielen Partys in meinem Leben und gehe ja immer noch ein- oder zweimal im Jahr, wenn Claus irgendwo auflegt), ausgehen und tanzen;
    • Freunde treffen, Scheiße reden, ab und zu zu viel Bier trinken;
    • Schreiben (Postkarten, Briefe und persönlich zugeschnittene Lebensgeschichten für Menschen, die ich mag / liebe);
    • Sex natürlich (gebe ich nicht auf, noch nicht … lol);
    • und noch viele Dinge mehr.
      Das ist zu viel, ich kann das Tempo nicht mehr halten. Ich werde alt und muss mich von Zeit zu Zeit ausruhen und schlafen. Das ist wahrscheinlich in Ordnung, ich brauche nur etwas Zeit, um es endlich zu realisieren. Ich habe viel zu lange ignoriert, dass ich auch älter werde. Ich habe mich viel zu lange für jünger gehalten, als ich bin. Aber nein: Ich mag vielleicht jünger aussehen (höre ich immer wieder), aber ich bin nun 41. Ich muss mit meiner Energie haushalten.
  4. Ich möchte am Leben eines anderen Menschen teilnehmen, da dies wahrscheinlich viel einfacher ist, als jemanden zu finden, der sich für all die Dinge interessiert, die mich interessieren und die ich mache.
  5. Ich muss mich auf das konzentrieren, was vor mir liegt.

Weißt du, es ist ja nicht so, dass ich Krebs hätte oder nach einem Unfall aus dem Koma erwacht und nun querschnittsgelähmt wäre. Ich war schon seit vielen Jahren nicht mehr körperlich krank, war seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr im Krankenstand. Ich bin körperlich top fit, behaupte ich jetzt mal.

Gleichzeitig geht es mir nicht gut. Psychisch. Noch vor ein paar Jahren hätte ich mit so etwas nicht gerechnet. Aber nun stecke ich da irgendwo drinnen und tu mir schwer, da wieder raus zu kommen. Das ist schwer in Worte zu fassen. Man kann da kein Skalpell an irgendeiner Stelle der Psyche ansetzen und etwas operieren. Man kann die Wunden, die ich mir selbst oder die mir andere zugefügt haben, nicht so einfach heilen. Ich wünschte, ich könnte schnell ein paar Veränderungen durchführen und schon ginge es mir besser, aber so einfach ist das nicht. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll und wie. Bei mir? Beim Job? Familie? Meiner Mom? Studium? Ich sehe vor lauter Wald die Bäume nicht mehr. Ich weiß nicht, wo ich mir Hilfe holen soll und wie. Was soll ich sagen und wem? Was brauche ich nun konkret? Wie soll es mit mir weiter gehen?

Ich habe nach der Trennung mit meiner vorherigen Freundin mit Psychopharmaka angefangen, weil mich schon damals die Trennung so mitgenommen hat. Die Psychopharmaka habe ich nun endgültig letztes Jahr in Asien abgesetzt. Nach 3 Jahren. Heute quellen all die Gefühle, die jahrelang in mir verschlossen waren, aus mir heraus. Damit umzugehen ist manchmal nicht einfach. Mann weint ja nicht. Dabei lache ich gerne, habe gerne Spaß, bin gerne aktiv und munter. Aber … manchmal komme ich aus mir nicht heraus und weiß nicht wohin. Es fällt mir zur Zeit alles so schwer und sinnlos zu sein.

Was ich mir zur Zeit am meisten wünsche ist Stabilität. Ich möchte aufstehen, einer Beschäftigung nachgehen, dafür ein Gehalt bekommen und wieder nach Hause gehen. Davon befinde ich mich zur Zeit Lichtjahre entfernt. Hahaha.

Irgendwann 2020 wird hoffentlich alles wieder gut. Und wenn nicht, dann 2021. Oder 2022. Oder … LOL

So, aus … ich denke, dass nun der Schlussstrich unter 2019 war. Mal schauen, was 2020 mit sich bringt.

Liebe Grüße

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