Erholung
Wie alle anderen Menschen auf dieser Welt brauche auch ich ab und zu Zeit für Erholung. Erholung von meinem Job, meinem Alltag, den Pflichten, dem Nachdenken über Vergangenes, Gegenwärtiges oder auch Zukünftiges – kurz gesagt: Ich brauche Zeit für mich, um in der Hängematte vor mich auf das Meer oder sonst wohin zu starren, während die Seele am nächsten Ast baumelt und die Gedanken sich in der Weite verfliegen. Das zu tun ist ein großes Privileg und wird mir immer nur auf monatelangen Reisen bewusst.
Nicht jeder Mensch auf dieser Welt kann dies tun, kann sich überhaupt einen Urlaub nehmen oder Überstunden anhäufen, einen Sonderurlaub in Form eines Sabbatjahres beantragen oder ortsunabhängig arbeiten, um für länger nur mit sich beschäftigt zu sein. Sich ein paar Tage frei zu nehmen oder für zwei, drei Wochen in den Urlaub zu fahren, das hat wenig mit einer mehrwöchigen oder gar mehrmonatigen bis hin zu mehrjährigen Reise zu tun.
Ankommen, und im Hier und Jetzt sein
Während ich für meinen Urlaub meistens vorab sehr gut vorbereitet bin, die Orte und Unterkünfte bereits gut geplant sind, das Programm überlegt ist, überlasse ich meine Reisen dem Zufall. Ich muss nicht unbedingt zu einem bestimmten Zeitpunkt irgendwo sein, muss nicht unbedingt dies oder das sehen oder auch erleben. Genau das ist für mich das Wesen einer Reise: Ankommen, und im Hier und Jetzt sein.
